PLS80E - Ethernet Hupenmodul

Das Ethernet Hupenmodul macht unabhängig von der RTS Hardware und ist vRTS kompatibel

Die Wichtigkeit eines sicheren Alarmsystems, nimmt vor allem in der Industrie immer mehr zu. Um auf Unterbrechungen oder Störungen schnell aufmerksam zu werden, ist es wichtig, dass das Alarmsystem aus zuverlässigen Komponenten besteht. Zu diesen Komponenten gehört ein Alarmauslöser. Dieser hat die Aufgabe Fehler zu erkennen und diese im Bussystem in Form einer Information weiterzuleiten. Der Alarmempfänger muss die Alarminformation richtig empfangen und diese entsprechend verarbeiten, damit der Alarmsignalgeber den Alarm akustisch oder visuell signalisieren kann.

Bisheriges Alarmsystem

Das Prozessleitsystem PLS80E besitzt ein zuverlässiges Alarmsystem, welches den Anwender auf unterschiedlichste Störungen schnell hinweist. Das Alarmsystem ist Bestandteil des RTS und besteht aus der eigentlichen Alarmkonfiguration, z. B. Alarmtyp wie Vor- oder Hauptalarm, und der gleichzeitigen Weitergabe an den Hupenmanager (Konfiguration Hupe). Hier kann die akustische Alarmierung konfiguriert werden.

Basierend auf einem, nicht mehr erhältlichen, 8 kanaligen, seriellen Hupenmodul, ist es zwar möglich, externe Signalisierung auf bis zu 8 Kanälen zu konfigurieren, das verfügbare, einkanalige Hupenmodul kann Fehlermeldungen aber nur auf einem Kanal signalisieren. Das bedeutet, dass ein Alarm akustisch nur ein oder aus konfiguriert werden kann. Eine Differenzierung über unterschiedliche Töne und/oder Lichtsignale ist nicht möglich. Die Alarme werden dem Benutzer auf der LWS in entsprechender Farbe, blinkend angezeigt und zusätzlich über das Hupenmodul, akustisch signalisiert. Das Hupenmodul ist über eine serielle Schnittstelle mit dem RTS verbunden. Dadurch ist die Wahl der örtlichen Platzierung, auf Grund der begrenzten Kabellänge, eingeschränkt.

Das Hupenmodul stammt noch aus den 1990er-Jahren und arbeitet seitdem zuverlässig. Für die Zukunft ist es wichtig, dass auch zuverlässige älteren Komponenten eines Alarmsystems erneuert und der heutigen Technologie angepasst werden. Im Zuge dessen, wurde das Hupenmodul neu entwickelt und technisch überholt. Es entstand das neue ...

PLS80E Ethernet Hupenmodul

Das PLS80E Ethernet Hupenmodul wird in einem Server-Client Prozess, als Client eingesetzt. Es empfängt die Alarmsignale via Ethernet vom RTS, verarbeitet diese und leitet sie über eine Schnittstelle an einen gewünschten Signalgeber weiter.
Die Hardwarerealisierung des Hupenmoduls wurde mit einem industrietauglichen Mini-PC umgesetzt. Hierbei handelt es sich um einen Industrie PC, welcher auf Basis des bekannten Raspberry Pi Systems basiert.
Die Funktion der Hupe und die Konfiguration auf dem RTS haben sich nicht geändert. Es können jetzt aber wieder bis zu 8 Hupenkanäle individuell vom Benutzer konfiguriert werden. Durch das Ethernet Hupenmodul, das ebenfalls bis zu 8 Ausgänge ansteuern kann, können nun diese individuell konfigurierten Hupensignale auf akustischen und/oder visuellen Signalgebern ausgegeben werden.
Ein neues Feature, ist die Überwachung der Verbindung. Verliert das Ethernet Hupenmodul die Konnektivität zum RTS, (z.B. durch ziehen des Ethernet Kabels) ist es optional möglich, dies über ein Alarm zu signalisieren. Hiermit wird den gestiegenen Anforderungen an die Eigensicherheit von Safety-Komponenten in der Anlagensicherheit Rechnung getragen. Sobald das Problem behoben ist, verbindet sich das Ethernet Hupenmodul automatisch wieder mit der RTS und ist voll funktionsfähig.
Die notwendigen Einstellungen am IP-Hupenmodul beschränken sich auf die Vergabe einer eigenen IP-Adresse, sowie der Angabe der IP-Adresse des zugeordneten RTS.
Das Hupenmodul wird bei Systemen mit Token-Bus in den Leitebenenbus und bei Systemen mit Ethernet-Bus in den MESH Bus eingebunden.
Hinsichtlich der Redundanz sollten immer zwei Hupenmodule (je Datenbank) zum Einsatz kommen.

  • Vorteile
  • Verbindung über Ethernet, ermöglicht eine räumliche Trennung vom RTS
  • Datenaustausch findet über zuverlässiges, verbindungsorientiertes TCP Netzwerkprotokoll statt
  • Individuelle, bis zu 8-kanalige Hupenansteuerung (Haupt, und Voralarme, Systemmeldungen, etc.)
  • Digitale Output-Module, für den Anschluss eines Signalgebers
  • Überwachung der Verbindung zum RTS
  • Problemlose Nutzung auch mit virtuellen RTS
  • Vorraussetzungen
  • RTS ab Version 8.5
  • Hupenserver auf der RTS
  • Hardware Umfang
  • Revolution Pi Core
  • Revolution Pi IO Modul
  • Relais
  • Netzgerät
  • Software Umfang
  • Hupenserver, Installation auf dem RTS erforderlich
  • Hupenclient, auf dem Revolution Pi vorinstalliert

 

  • IP-Hupe
 
 
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